Am 27. November war Volksbefragung. Die Fragen der Bürger bleiben.
Sie versichern immer wieder, dass der Kostenrahmen für S21 eingehalten wird. Mich würde interessieren wie Sie dazu kommen? Nach meiner Kenntnis wurden bisher alle Vorhaben der DB teurer als ursprünglich geplant.
Auch die Bahn hat ein großes Interesse daran, das Projekt im Rahmen des Finanzierungsrahmens abzuschließen.
Die Planung und Ausgestaltung bei Stuttgart 21 sind weitgehend abgeschlossen. In fünf von sieben Planfeststellungsabschnitten liegt bereits das Baurecht vor. Diese Abschnitte umfassen rund fünf Sechstel der Gesamtkosten. Nicht zuletzt ist die Hälfte des gesamten Projektvolumens nun vergeben oder kurz vor der Vergabe. Darunter auch rund 90 Prozent der besonders kostenkritischen Tunnelbaumaßnahmen. Im Gegensatz zu früheren Projekten wurden die Bauwerke weitgehend zu Festpreisen vergeben und damit das Kostenrisiko auf eine Handvoll Positionen (z. B. Stahlpreise) begrenzt.
Ebenfalls ein Novum ist die besonders dichte geologische Vorerkundung, mit der in den letzten 15 Jahren ein besonders präzises Bild der zu erwartenden Untergrundverhältnisse gezeichnet werden konnte. Trotz einzelner Herausforderungen sind diese insgesamt weit weniger schwierig als der sandig-feuchte Berliner Untergrund, der darüber hinaus in geringer Tiefe durchfahren werden musste. Auch technisch setzt der neue Stuttgarter Bahnknoten auf bewährte, erprobte Lösungen.
Aus heutiger Sicht ist der vereinbarte Finanzierungsrahmen von 4,526 Mrd. Euro für die Finanzierung ausreichend.
Die Erfahrungen aus den genannten Projekten fließen dabei voll und ganz in das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm ein. Und gerade weil die Deutsche Bahn mit 1,7 Milliarden Euro eigenen Mitteln an der Finanzierung von Stuttgart 21 beteiligt ist, hat sie selbst größtes Interesse daran, das Projekt im Rahmen des Finanzierungsrahmens abzuschließen.